Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit

Kultur
Theater, Musik & Show


Konzert zum Europatag mit langer Entstehungsgeschichte
 
Nach dem Zweiten Weltkrieg riefen die westdeutschen evangelischen Landeskirchen einen Partnerschaftsplan ins Leben, um den im östlichen Teil Deutschlands liegenden Gemeinden materielle Hilfe zukommen zu lassen. Dabei wurden auf dem Papier letztlich Partnergemeinden West-Ost festgelegt.
Jahrzehntelang schickten westliche Gemeindeglieder Päckchen in den Osten, gefüllt mit Dingen, die im Osten schwer zu bekommen waren.
Manche Beziehungen vertieften sich dabei auch ins persönliche und mancher träumte davon, eines Tages mal die „andere Seite“ besuchen zu können.
Dann kam der 9. November 1989 mit der „Wende“ und der Reisefreiheit.
Zwischen den Lingener Gemeinden und ihren Partnergemeinden im Erzgebirge waren im Laufe der Jahre einige intensive postalische Beziehungen entstanden, so wurden innerhalb kürzester Zeit Busse organisiert, um Gemeindegruppen aus dem Osten zur Begegnung nach Lingen zu bringen, so auch ein Bus aus Pobershau, heute Stadtteil von Marienberg zur Kreuzkirchengemeinde. In diesem Bus saß auch der gesamte Posaunenchor der Pobershauer Gemeinde. Bei der Ankunft packten die Bläser:innen wortlos ihre Instrumente aus und bliesen vor dem vollen Gemeindesaal zu allererst den Choral „Nun danket alle Gott“. Das war für alle, die es erlebt hatten, eine unvergessliche intensive Erfahrung, die bis heute nachwirkt!
 
1990 wurde der 3. Oktober zum Tag der Deutschen Einheit bestimmt.
2020 hatte Kreuzkirchenkantor die Idee, den 30. Jahrestag mit einem Festkonzert zu begehen und suchte dafür Werke aus, die den Dank gegenüber Gottes Fügung 1989 ausdrücken, u. a. die Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ für Solosopran, Trompete und Orchester von Johann Sebastian Bach, das „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier für Chor, Solisten und Orchester mit der berühmten „Eurovisionsmelodie“ sowie eine Vertonung des 150. Psalms von Louis Lewandowski.
Dann kam Corona, das Konzert wurde mehrmals verschoben, ein Versuch zum 35. Tag der Deutschen Einheit 2025 musste aus gesundheitlichen Gründen nochmals abgesagt werden.
Nun soll es am 10. Mai 2026 um 20 Uhr endlich stattfinden, unter dem Titel „Fest zum Europatag“ und gleichzeitig als letztes Konzert von Kreiskantor Peter Müller mit der Lingener Kantorei in der Kreuzkirche, bevor er Ende Juni nach 38jähriger Tätigkeit in den Ruhestand geht.
Es musizieren die Lingener Kantorei mit Gästen, die aus Lingen stammende Sopranistin Meike Leluschko und der in Lingen tätige Bassist Peter Alexander Herwig, die frühere Meppener Altistin Isabel Baumgartner (nun Osnabrück) sowie der Tenor Max Ciolek aus Osnabrück.
Wie immer spielt ein Orchester mit überwiegend Lehrkräften aus der Musikschule des Emslandes unter Konzertmeister Felix Hammer.

Terminübersicht

Gut zu wissen

Zahlungsmöglichkeiten

Kartenvorverkauf

Autor:in

Lingen Wirtschaft & Tourismus GmbH
Neue Straße 3a
49808 Lingen (Ems)

In der Nähe