Inszenierte Lesung: Neues Land für Peter Quast
Winter 1944/45. Peter ist 9 Jahre alt als er mit seiner Mutter und Schwester Maria den heimischen Hof in Dirschau (dem heutigen Tczew) verlassen muss. Die Ostflüchtlinge „lockt“ das neue Emsland mit Arbeit und Land. In dem vom Sachbuchautor Günter Brinkmann geschriebenen Schul- und Jugendbuch aus dem Jahr 1959 wird das damals weitverbreitete Schicksal einer Ostflüchtlingsfamilie exemplarisch behandelt. Der Verlust der Heimat, das Ankommen in einer neuen Umgebung, die anfangs existenziellen Nöte der Familie und der Neustart in der Moorsiedlung beschreiben einen Lebensweg, den damals viele „Neu-Emsländer:innen“ beschritten. Das Sachbuch basiert auf zwei realen Lebensgeschichten einer Heuerlings- und einer Flüchtlingsfamilie aus Hesepertwist. Unter dem Arbeitstitel „Peter und das Emsland“ legte es Brinkmann der Emsland GmbH zur Durchsicht vor. Seit 1959 wurde es als pädagogisches Hilfsmittel im Schulunterricht und im Schulfunk eingesetzt. Nora Kühnlein und der gebürtige Meppener Stephan W. Müller lesen und spielen Auszüge aus dem Roman und verleihen dem Text eine besondere Lebendigkeit. Die beiden Schauspieler leben in Frankfurt am Main und standen schon oft gemeinsam auf der Bühne – unter anderem als feste Ensemblemitglieder am Zimmertheater Rottweil, bei den Festspielen Heppenheim und aktuell an den Kammerspielen Wiesbaden. Akustisch untermalt wird die szenische Lesung von "Geräuschemacher" und Sounddesigner Nils Herrmann, der bereits für mehrere Film- und Fernsehproduktionen u.a. Sketch History (ZDF) als Foley Artist arbeitete. In der szenischen Lesung werden die Geräusche live, direkt vor den Augen und Ohren des Publikums, entstehen.
Die Lesung ist eine Uraufführung.
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